Pflege und Gesundheit
Wolle nimmt aufgrund ihres Faseraufbaus Geruch und Schmutz
kaum an. Oft genügt es, die Wollsachen an einem schattigen Ort
auszulüften. Eine Wäsche ist problemlos möglich, wenn die Eigenschaften
der Wolle, ihre „Vorlieben und Abneigungen“ berücksichtigt
werden:
- Wolle ist unempflindlich gegen Säuren, reagiert auf Laugen
aber sehr sensibel! Deshalb ist es wichtig, ein spezielles Wollwaschmittel
zu benutzen, das durch die richtige Zusammensetzung
und einen geeigneten pH-Wert die Wollfasern nicht
angreift. Voll- und Feinwaschmittel sind nicht geeignet.
- Hartnäckige Flecken lassen sich am besten mit Gallseife entfernen.
- Handwäsche bei 30° C mit Wollwaschmittel ist die schonendste
Pflege für Wolle und Seide. Modernen Waschmaschinen
mit einem schonenden Wollwaschgang kann man Socken oder
Unterwäsche ebenfalls anvertrauen.
- Große Temperaturunterschiede beim Wasch- und Spülwasser,
kräftiges Rubbeln und Reiben, sowie lange Einweichzeiten
führen zum Verfilzen der Wolle und schädigen die Fasern.
- Wolle kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen. Deshalb sind
Wollsachen nach der Wäsche sehr viel schwerer als in trockenem
Zustand und können sich verziehen. Liegend auf einem
Handtuch getrocknet, bleiben sie in Form.
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